Die schlaue Art zu lernen

Vielleicht geht es euch ähnlich wie mir: Ihr lernt ein oder zwei Tage vor einer Klausur die Themen, die drankommen könnten. In der Klausur klappt es in der Regel immer ganz gut mit dem Erinnern an den Lernstoff, doch danach ist euer Kopf wie leergefegt. Woran liegt das? Und was könnt ihr dagegen tun?

Wenn man so kurzfristig lernt, gelangen die Lerninhalte ins Kurzzeitgedächtnis und können nicht an das Langzeitgedächtnis weitergeleitet werden.Bei einer Klausur ist das nicht so von Bedeutung, aber man sollte bedenken, dass alle Themen die man in der Schule durchnimmt, eine Vorbereitung für die Prüfungen sind, die man schließlich bestmöglich abschließen möchte. Um eine Prüfung jedoch gut bewältigen zu können, sollte man mehr Zeit dafür investieren, Dinge dauerhaft im Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Dabei ist eine gute Lernorganisation unerlässlich. Ich habe genauer für euch nachgeforscht und auch für mich selber wertvolle Tipps aus meiner Recherche ziehen können. Anschließend möchte ich euch zeigen, welche einzelnen Punkt euch helfen, euer Lernen gut zu organisieren.


Meine Lernorganisation

Anfang September habe ich damit begonnen, alle prüfungsrelevanten Themen bei Word oder auch auf Karteikarten, wie beispielsweise Rechnungswesen, zusammenzufassen, sodass ich Anfang Oktober damit anfangen konnte, intensiv zu lernen. Da ich jeden Tag erst gegen 18 Uhr zu Hause bin, ist es schon eine Herausforderung für mich, mich dann noch hinzusetzen und mich mit den Themen auseinanderzusetzen, doch dank einer guten Zeitplanung und ein wenig Disziplin stellt dies kein unüberwindbares Problem dar. Da ich am Wochenende gerne abschalten möchte, habe ich mir vorgenommen, nur innerhalb der Woche mit einem Ziel von acht Stunden zu lernen. Wenn mich die Motivation verlässt – was, wie ich zugeben muss, schon häufiger passiert – sehe ich mich gezwungen, auch am Wochenende zu lernen, damit ich mein Stundenziel auch wirklich erreiche.

Natürlich lege ich nicht sofort los, sobald ich zu Hause bin. Ich gönne mir noch eine halbe Stunde Pause und fange somit um 18:30 Uhr an. Jeden Abend, den ich lerne, schaffe ich knapp ein Thema. Begonnen habe ich mit den wichtigsten Themen. Kleine Pausen von fünf Minuten helfen mir, über das Gelernte nachzudenken und es zu verarbeiten. Gegen 21:30 Uhr lege ich die Lernsachen beiseite und gehe zeitig ins Bett.
Außerdem müssen auch die Prüfungen für den Vorbereitungskurs vorbereitet werden. Diese bewahre ich mir für den Sonntagnachmittag auf. Alle Aufgaben, die ich nicht auf Anhieb lösen kann, markiere ich mir und schaue in dem von der Firma gesponserten Buch „Sicher zur / zum Bürokauffrau / -mann“ nach und schreibe mir den Sachverhalt heraus. So habe ich die Möglichkeit, immer wieder nachzuschauen, wenn eine ähnliche Frage noch einmal aufkommt und kann es mir nach mehrmaligem Angucken einprägen.

Da sich die Tätigkeiten im Haushalt leider auch nicht von alleine machen, muss ich mir für diese Dinge auch Zeiträume schaffen. Dafür nutze ich meistens meinen freien Freitagnachmittag nach der Schule.
Für die richtig intensive Prüfungsvorbereitung habe ich mir den kompletten November Urlaub genommen und mir ein Lernziel von zweiunddreißig Stunden pro Woche gesetzt – bei knapp 4 Wochen. Hierfür habe ich mir einen Lernplan erstellt. Ich möchte – wie es hier auch empfohlen wird – möglichst früh aufstehen, sodass ich um circa 9 Uhr mit dem Lernen beginnen kann. Insgesamt habe ich drei Lernblöcke, die jeweils nach der Hälfte der Zeit für zehn Minuten unterbrochen werden: 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr, 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr und 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr. Für diese Zeiten habe ich mir vorgenommen, mein Handy auszuschalten, um nicht gestört zu werden und mich an einen Tisch zu setzen – so wie es auch während der Prüfung sein wird. Abends werde ich die Themen wiederholen, die ich tagsüber gelernt habe, sodass diese hoffentlich auch in mein Langzeitgedächtnis übergehen.

Tipps für eine gute Lernorganisation

Unsere Kurztipps für die effektive Gestaltung Eures Lernens findet ihr in dieser Galerie. Klickt Euch durch!


Lernmethoden

Mindestens genauso wichtig wie eine gute Lernorganisation sind die Lernmethoden. Diese helfen dir anhand einfacher Werkzeuge, die Themen inhaltlich verständlich zu machen und erleichtern dir das Lernen.

  • Überblick verschaffen: Lies Inhaltsangabe, Kapitelüberschriften und die Einführung und überlege, welche Kenntnisse schon vorhanden sind.
  • Fragen an den Stoff: Entwickle vor dem Lesen Fragen; zum Beispiel kannst du Kapitelüberschriften zu Fragen umformulieren. Überlege, welche Prüfungsfragen sich aus dem Text ergeben könnten und formuliere dementsprechend 3 – 5 Fragen pro Abschnitt bzw. Kapitel.
  • Wiedergabe des Gelesenen: Beantworte die selbst formulierten Fragen entweder im Kopf oder schriftlich. Schriftlich hat dies jedoch einen höheren Lerneffekt.
  • Unterstreichen: Lies den Text komplett, versteh ihn und unterstreich dann die Kernpunkte.
  • Stoffkategorisierung: Kategorisiere die Inhalte nach Oberbegriffen. Neue Begriffe merkst du dir am ehesten, wenn du sie mit inhaltlichen, sprachlichen oder bildlichen Assoziationen verknüpfst und emotional besetzt.
  • Eigene Notizen machen: Fasse das Wichtigste in eigenen Worten zusammen und beschränke dich auf die Kernpunkte. Dadurch konzentriert man sich auf die Informationen und lernt diese oft unterbewusst beim Schreiben. Gegebenenfalls kannst du auch Textmarker, Farben und Bilder benutzen. Viele erinnern sich in Klausuren und Prüfungen dann an bestimmte Stellen auf dem Zettel, und können die Fakten wiedergeben – sozusagen ein fotografisches Gedächtnis im Kleinformat.
  • Mindmapping ist die beste Methode der Zusammenfassung und Organisation von Informationen, erspart dir viel Zeit beim Lernen und verfestigt dein Wissen.
  • 5-Fächer-Karteikartensystem: Auf der einen Seite der Karte notierst du die Frage, auf der anderen die Antwort. Sobald eine Frage richtig beantwortet wurde, wandert die Karte ins nächste Fach. Zu Beginn sind alle Karten im ersten Fach. Hat sich dieses nach einiger Zeit geleert, geht man das zweite durch, dann das dritte und so weiter. Wenn eine Frage jedoch nicht richtig beantwortet wird, wandert die Karte zurück ins erste Fach. Diese Methode eignet sich sehr gut zum Wiederholen und Einprägen.
  • Mit Bildern lernen: Viele Menschen die vor einer wichtigen Prüfung stehen, nutzen sehr gerne die Loci-Lernmethode: 1. Stelle dir einen vertrauten Platz oder Weg vor. 2. Rufe dir markante Gegenstände des Platzes bzw. Orte des Weges vor Augen. 3. Bei Begriffen oder Abfolgen, die beim Lernen auftauchen, geht man die Wohnung oder den Weg systematisch ab und verknüpft den Begriff mit einem Gegenstand bzw. Ort. 4. Bei der Wiedergabe geht man dann den Ort / Weg in einem gedanklichen Spaziergang und ruft die Begriffe ab. 5. Man kann dabei immer wieder denselben Ort / Weg benutzen.
  • Simulation der Prüfungssituation: Am besten kannst du deinen Lernstoff in der Umgebung abrufen, die derjenigen ähnelt, in der er aufgenommen und gelernt wurde. Überlege dir also, wie und wann du den Stoff abrufen musst und stelle eine ähnliche Umgebung her. Hierzu kann es nützlich sein, die Prüfungssituation zu simulieren.
  • Tests: Durch Tests kann man die Bereiche herausfinden, wo man gut und weniger gut ist. Du kannst dich mit Freunden gegenseitig testen und eventuell Details herausfinden, die ihr übersehen habt.
  • Lernkanal wechseln: Versuche herauszufinden, wie du dir Inhalte am besten merken kannst. Manche Menschen können Dinge intensiver aufnehmen, die sie sehen (visuell), hören (auditiv) oder fühlen (kinästhetisch). Wenn du herausgefunden hast, zu welchem Wahrnehmungstyp du gehörst, fällt dir das Lernen umso leichter, wenn du über diesen Sinneskanal die zu lernenden Themen aufnimmst.
  • Wiederholen: Wenn du die Lerninhalte zwischendurch wiederholst, gelangen diese vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis und werden dort dauerhaft gespeichert.
  • Anhand dieser wertvollen Tipps dürfte, wie ich finde, einer erfolgreichen Prüfungsvorbereitung nun nichts mehr im Wege stehen. Und denkt daran: Auch wenn euch des Öfteren die Motivation verlässt – ihr könnt es trotzdem schaffen, euch zu überwinden. Auch Jogger fangen klein an. Je länger sie laufen und ihren „inneren Schweinehund“ überwinden, desto wohler fühlen sie sich und desto mehr Spaß macht es ihnen. Dieses tolle Gefühl könnt auch ihr erleben – vorausgesetzt ihr überwindet euch. Haltet euren Blick auf die Belohnung des Lernens gerichtet: eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung!

    Und was ist, wenn euch am Prüfungstag dann doch die Panik überkommt und ihr Gefahr lauft, einen Blackout zu bekommen? Schaut doch bald nochmal vorbei und lest meinen letzten Artikel „Die letzten Tipps für den großen Tag“.

    Bis bald!

    Eure Hanna


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