Die letzten Tipps für den großen Tag

Nun ist er da – der große Tag, an dem du dein Können beweisen musst und die Prüfung antrittst. Wie fühlst du dich? Hast du ein mulmiges Gefühl in der Magengrube und bereust, dass du nicht mehr gelernt hast, als du solltest? Oder fühlst du dich sicher und gut vorbereitet?

Unabhängig von deiner Gefühlslage wird dich die eine oder andere Frage in der Prüfung eventuell zum Grübeln bringen und es kann passieren, dass dich doch noch die Angst einholt. Die folgenden Tipps zeigen dir jedoch, dass es ganz einfach sein kann, diese wieder unter Kontrolle zu bringen:

  • kein last-minute-Pauken: Am Prüfungstag solltest du nicht mehr lernen, da das nur unnötig deine Nervosität steigert. Gehe stattdessen spazieren oder frühstücke ausgiebig. Das sorgt für Entspannung.
  • Perspektive wechseln: Betrachte die Prüfung als Herausforderung und denke daran, dass ein bisschen Lampenfieber gut ist, da es die Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit steigert. Durch Angst wird Stress verursacht und dieser wiederum setzt im Körper die Hormone Adrenalin und Kortisol frei. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung und somit auch die Denkleistung verbessert. Binnen Sekunden stehen uns so sämtliche Energien zur Verfügung, um Spitzenleistungen zu erbringen. Erst wenn der Stress zu groß wird und länger anhält, gehen seine Vorteile verloren. Empfindest du die Klausur als Bedrohung, wird aus dem Lampenfieber eine Denkblockade.
  • Ängste aufschreiben: Schreibe 10 Minuten vor der Prüfung alle deine Sorgen, Ängste und schlimmsten Katastrophenszenarien auf. Durch wissenschaftliche Studien wurde herausgefunden, dass jeder, der sein negatives Denken in Worte fasst und es aufschreibt, fünf Prozent bessere Ergebnisse abliefert. Stress beansprucht unser Kurzzeitgedächtnis enorm, wenn die Prüfungsangst steigt. Um Prüfungsaufgaben lösen zu können, brauchen wir jedoch diesen Teil unseres Gehirns.
  • Stress wegatmen: Versuche ganz bewusst tief und langsam zu atmen, vor allem in den Bauch. Da der untere Teil der Lunge besonders gut durchblutet wird, werden die grauen Zellen optimal mit Sauerstoff versorgt, wenn du dorthin atmest. Zudem sorgt die langsame Atmung für die Beruhigung des Kreislaufes. Dafür solltest du deine Hand knapp unterhalb des Nabels auf den Bauch legen und anschließend versuchen genau dorthin zu atmen. Atme nun nach der 5-mal-5-Regel: Beim Einatmen langsam gedanklich bis fünf zählen, Luft anhalten und bis fünf zählen, Ausatmen und noch einmal bis fünf zählen und das Ganze mindestens fünfmal wiederholen.
  • Muskeln entspannen: Kurz vor der Prüfung solltest du einzelne Muskeln gezielt anspannen und sie dann wieder entspannen. Fange mit Zehen, Fersen, Waden, Oberschenkel und Po an, mache mit den Fingern, Unterarmen, Oberarmen und Schultern weiter und beanspruche schließlich auch Rücken, Hals, Gesicht, Mund und Stirn. Durch diese Übung wirst du abgelenkt, da deine ganze Konzentration deinem Körper gilt und durch den Wechsel von An- und Entspannung die Produktion der Stresshormone herunterfährt.
  • Kurz innehalten: Jedes Mal, wenn du merkst, dass die Angst in dir aufsteigt, denke „Stopp!“ und mache dir bewusst, dass du schon viel schwerere Situationen gemeistert hast.
  • Aufmerksamkeit steuern: Da deine Aufmerksamkeit in Stresssituationen dir selber gilt, solltest du sie direkt auf deine Umgebung lenken, weg von dir selbst. Zum Beispiel kannst du dir den Nachmittag nach der Prüfung ausmalen und was du dann Schönes tun kannst.
  • Strategisch vorgehen: Beginne mit der Aufgabe, die am einfachsten ist und die du ohne Probleme lösen kannst. Dadurch bekommst du mehr Sicherheit und bist zuversichtlicher bei den schwierigeren Teilen der Prüfung.
  • Blackout zugeben: Sollte es dennoch vorkommen, dass du einen Blackout in der mündlichen Prüfung hast, sprich es an und frage nach einer kurzen Pause.
  • Extra-Tipp: Wackle mit deinen dicken Zehen! Wenn du dies bewusst und aktiv tust, zwingst du dein Gehirn dazu, etwas von seiner im Stress abgeblockten Energie freizugeben. Zudem löst sich auch die stressbedingte Starre in den Muskeln.

Ich hoffe, ich konnte euch durch meine Artikel einige praktische Tipps mit an die Hand geben, die ihr auch umsetzen könnt. Ende November ist es bei mir dann auch schon soweit – der große Tag holt mich schneller ein, als mir lieb ist. Doch dank meiner Tipp-Recherche fällt es mir nun auch leichter, mich auf die Prüfung vorzubereiten. Den ein oder anderen Tipp dieses letzten Artikels werde ich wohl auch im Hinterkopf behalten müssen – denn auch ich kann mich von Prüfungsangst leider nicht freisprechen.

Für all die Herausforderungen, die noch auf euch zukommen werden, wünsche ich euch, dass ihr diese gut meistern werdet – seien es Klausuren, Prüfungen, Einstellungstests, Assessment-Center oder auch Vorstellungsgespräche.

Eure Hanna

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